Foto: Ernst Michael Preininger Fotografie

Mit der Geographie-Werkstatt Österreich hat der Verband der wissenschaftlichen Geographie Österreichs ein Forum begründet, das sich vor allem an Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler richtet. Alle zwei Jahre erhalten Doktorandinnen und Doktoranden sowie Habilitandinnen und Habilitanden die Möglichkeit, sich miteinander zu vernetzen, in einen kreativen wissenschaftlichen Austausch zu treten, ihre jeweiligen Forschungsvorhaben zu präsentieren und diese der Kritik zu stellen.


Die Teilnehmer

Erfahrene Geographinnen und Geographen unterschiedlicher österreichischer Forschungsinstitute sowie speziell eingeladene renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland stellen in Workshops mit begrenzter Teilnehmerzahl und ausreichender Zeit zur intensiven Diskussion den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ihre Expertise für theoretisch-konzeptionelle Diskussionen, Methodenkritik sowie für thematische Vertiefungen zur Verfügung, ebenso aber auch für Beratungen hinsichtlich Publikationsstrategien, Konzeption von Forschungsvorhaben oder Drittmittelakquisition. Im Vorfeld der Werkstatt werde Einführungsworkshops in moderne und neue Forschungsmethoden der Geographie angeboten. Außerdem werden in weiteren Vorträgen aktuelle Themen der Forschungsorganisation behandelt.

Das Rahmenthema

Mit dem Rahmenthema „Gefundene Wahrheiten: Geographisch Forschen zwischen Fakt und Fake.“ und dazu passenden Keynote-Vorträgen wurden neue und aktuelle Aspekte der Raum-, Natur- und Gesellschaftswissenschaft Geographie aufgezeigt und diskutiert. In den Workshops gaben die Keynote Speaker und die Moderatorinnen und Moderatoren inhaltliches und strukturelles Feedback zu den Präsentationen der Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, die den aktuellen Forschungsstand der österreichischen Geographie repräsentieren. Alle drei Keynotes thematisierten die Ambivalenz zwischen (mangelnder?) Autorität wissenschaftlicher Expertise einerseits und einem Grundverständnis von Forschenden und Lehrenden im Sinn einer kritischen, skeptischen und gegenüber alternativen Wahrheiten offenen Haltung andererseits. In verschiedenen Diskussionen während der Tagung wurde deutlich, dass die mit dem Rahmenthema suggerierte Polarität zwischen „Fakt“ und „Fake“ in der Forschungspraxis oft kein klarer Gegensatz, sondern eher eine Frage von „Wahrheitsregimen“ ist.

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